Der Sturm und Die Aktion

Expressionismus 05/2017

Die expressionistische Bewegung ist dafür bekannt, dass sie sich vorrangig in Gruppen abgespielt hat – und dass aus den unterschiedlichen Projekten eine nahezu unüberschaubare Menge an Zeitschriften hervorgegangen ist. Aus dieser Masse ragen Herwarth Waldens Der Sturm (1910–1932) sowie Franz Pfemferts Die Aktion (1911–1932) als jene beiden Zeitschriften heraus, die von ihrer Reichweite und Bedeutung die sonstigen, oft kurzlebigen Publikationsexperimente bei Weitem übertreffen. Diese beiden Leitorgane der Bewegung sind wesentlich für die Verbreitung des Expressionismus als Kunstströmung verantwortlich, und vor allem Der Sturm prägt bis heute das Bild, das Wissenschaft und Öffentlichkeit vom Expressionismus haben.

Beide Zeitschriften haben in der Forschung immer wieder im Zentrum gestanden, wobei dem Sturm gerade in den letzten Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit zuteilgeworden ist. Kaum jedoch werden sie einander gegenübergestellt, wozu das aktuelle Heft von Expressionismus anregen möchte. Neben Aufsätzen, die am Beispiel übergreifender Themenstellungen beide Zeitschriften gemeinsam beleuchten, namentlich in Ausführungen zur Vermittlung belgischer Kunst, zu Josef Capek, Peter Hille und Max Brod, enthält das Heft separate Beiträge zu den beiden Leitpublikationsorganen des Expressionismus: einerseits zur Entstehungsgeschichte der Aktion sowie ihrer Rolle als Zeitschrift kommunistischer Dissidenz, andererseits zur Sturm-Galerie, zu Herwarth Waldens Frauenbild und zu Magda Langenstraß-Uhlig.

 

Mit Beiträgen von Marcel Bois, Steffen Eigl, Jutta Götzmann, Lutz Hengst, Lia Imenes Ishida, Johanna Kaus, Laura Kollwelter und Peter Sprengel.

 

Leseprobe

 

Bereits erschienene und geplante Ausgaben von Expressionismus:

01/2015 – Künstlerkreise

02/2015 – Der performative Expressionismus

03/2016 – Religion

04/2016 – Expressionistinnen

05/2017 – Der Sturm und Die Aktion

06/2017 – Wahnsinn

07/2018 – Expressionismus-Debatte(n)

08/2018 – Berlin – Call for Papers