Gespenster

Nebulosa – Zeitschrift für Sichtbarkeit und Sozialität 03/2013

Die dritte Ausgabe von Nebulosa nähert sich dem Verhältnis von Gespenstern und Geistern zu ihren eigenen Praktiken und Logiken des Sichtbaren. Das Gespenst bietet sich selbst als Spannungsfeld und Vermittlungsinstanz zwischen Bereichen des Sicht- und Unsichtbaren an, besetzt Felder am Rande der Wahrnehmbarkeit und über sie hinaus. Es geistert als Metapher durch Politik, Gesellschaft, Theorie und Kunst. Das Gespenst wird als Akteur am Rande der Wahrnehmbarkeit behandelt, als Spezialist der Sichtbarkeit, der unkontrollierbar erscheint und doch sein Erscheinen oft auf klare Motivationen gründet.

Die Beiträge der Ausgabe fragen nach der Phänomenologie des Gespensts und den Analysemöglichkeiten geisterhafter Erscheinungen. Sie betrachten die hermeneutische Funktion des Gespensts in den Wissenschaften. Zudem widmen sie sich den Darstellungsmöglichkeiten und -formen des Gespenstischen in Theater und Performance-Kunst sowie in literarischen Texten. Nicht zuletzt ist Intersexualität als Phänomen gespenstischer Unsichtbarkeit Gegenstand der Ausgabe.

Im Forum wird der Themenschwerpunkt der vorangegangenen Ausgabe – Subversion – zur Diskussion gestellt.

 

Mit Beiträgen von Oliver Dimbath, Katharina A. Engler, Ralph Fischer, Raiko Hannemann, Anja Kinzler, Elisabeth Lindig, Gerhard Mayer, Uwe Schellinger, Michael Schetsche, Arne Schirmel, Paul Sörensen, Christian Sternad, Friederike Thielmann und Björn Wittmayer.

 

Inhaltsverzeichnis & Einleitung

 

Weitere Ausgaben von Nebulosa:

01/2012 – Wahrnehmung und Erscheinen

02/2012 – Subversion

03/2013 – Gespenster

04/2013 – Maßnehmen / Maßgeben

05/2014 – Subjekte der Geschichte

06/2014 – Arbeiterinnen und Arbeiter

07/2015 – Prinzessinnen

08/2015 – Hunger

Die Zeitschrift wurde eingestellt. Die erschienenen Ausgaben sind aber noch lieferbar.