Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne

Die wissenschaftliche Buchreihe Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne erscheint seit 2012 im Neofelis Verlag. Die Reihe wird von dem Kulturwissenschaftler Joachim Schlör (University of Southampton, The Parkes Institute for the Study of Jewish/non-Jewish Relations, schloer[at]soton.ac[dot]uk) betreut. Innerhalb der Reihe werden Sammelbände, Monografien und Quelleneditionen veröffentlicht, die sich mit einzelnen Facetten des Judentums von der jüdischen Aufklärung, Haskala, bis in die Gegenwart auseinandersetzen.

Die Reihe Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne ist transdisziplinär angelegt. In ihr werden unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze aus Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften angewendet und sich in der Betrachtung jüdischer Geschichte und jüdischer Kulturen ergänzen. Es ist Ziel der Reihe, Judentum in seinen räumlichen, narrativen, dinglichen, performativen und religiösen Dimensionen zu denken und zu erschließen.

Die Fragenkomplexe, denen sich die Reihe annehmen wird, orientieren sich an den Jüdischen Studien, die sich als wissenschaftliche (Inter-)Disziplin in den letzten Jahrzehnten weiter ausdifferenzierten und die Forschungsparadigmen anderer Disziplinen, vor allem der Kulturwissenschaft, aufnahmen: Jüdische Geschichte kann in diesem Zusammenhang beispielsweise als Alltagsgeschichte, Minderheitengeschichte, Transfergeschichte, Verflechtungs-geschichte, Migrationsgeschichte, Emotionsgeschichte, sachkulturelle Geschichte usf. gelesen werden.

 

Reihe Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne

hrsg. v. Joachim Schlör

Bereits erschienen:

Bd. 1: Sebastian SchirrmeisterDas Gastspiel. Friedrich Lobe und das hebräische Theater 1933–1950

Bd. 2: Andreas Lehnardt (Hrsg.): Wein und Judentum

Bd. 3: Lea Wohl von Haselberg (Hrsg.): Hybride jüdische Identitäten. Gemischte Familien und patrilineare Juden

Bd. 4: Alina Gromova / Felix Heinert / Sebastian Voigt (Hrsg.): Jewish and Non-Jewish Spaces in Urban Context

Bd. 5: Maria Teresa Sciacca: Theater ohne Publikum. Literatur im Exil am Beispiel Friedrich Wolfs

Bd. 6: Martin Kindermann: Zuhause im Text. Raumkonstitution und Erinnerungskonstruktion im zeitgenössischen anglo-jüdischen Roman

Bd. 7: Lea Wohl von HaselbergUnd nach dem Holocaust? Jüdische Spielfilmfiguren im (west)deutschen Film und Fernsehen nach 1945

Bd. 9: Laurence Guillon / Heidi Knörzer (Hrsg.): Berlin und die Juden. Geschichte einer Wahlverwandtschaft?

Bd. 10: Thomas LewyZwischen allen Bühnen. Die Jeckes und das hebräische Theater 1933–1948

Bd. 11: Anja Siegemund (Hrsg.): Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel. Kulturtransfers, Lebenswelten, Identitäten – Beispiele aus Haifa

Bd. 12: Alexandra KleiJüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland. Der Architekt Hermann Zvi Guttmann

Bd. 14,1: Ines Sonder (Hrsg.): Lotte Cohn. Eine schreibende Architektin in Israel. Bd. 1: Ausgewählte Schriften (1934–1982)

Bd. 14,2: Ines Sonder (Hrsg.): Lotte Cohn. Eine schreibende Architektin in Israel. Bd. 2: Ausgewählte Briefe (1921–1982)

 

In Vorbereitung:

Bd. 8: Frank Schlöffel: Heinrich Loewe (1869–1951). Zionistische Netzwerke und Räume

Bd. 13: Susanne Plietzsch / Armin Eidherr (Hrsg.): Durchblicke. Horizonte jüdischer Kulturgeschichte

Bd. 15: Viktoria Pötzl: Nation, Narration und Geschlecht. Eine feministische Literaturanalyse der Werke Yael Dayans

Bd. 16: Rebekka DenzBürgerlich, jüdisch, weiblich. Frauen im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1918–1938)