Experiment

Tierstudien 10/2016

Genomprojekte, Mensch-Maschinen-Schnittstellen in der Robotik und Nanotechnik, eine erstarkende posthumanistische Ethik sowie eine Biopolitik, die auch Tiere als Akteur_innen ernst nimmt, erfordern neue Theorien des Tierexperiments.

Bei den Beiträgen dieser Ausgabe von Tierstudien handelt es sich um exemplarische geisteswissenschaftliche und künstlerische Diskussionen sowie Analysen der Entwicklung, der Perspektiven und der ethischen Bewertung von Tierversuchen in verschiedenen Kontexten. Fallstudien zur Technoscience, zur Pestforschung im kolonialen Indien und zu einem österreichischen Lawinenexperiment setzen sich sowohl mit dem Leiden der Tiere als auch mit der ethischen Vertretbarkeit und gesellschaftlichen Akzeptanz von medizinischen Experimenten an Tieren auseinander. Diesen Diskussionen naturwissenschaftlicher Tierversuche stehen kunsthistorische und literaturwissenschaftliche Texte zum Tierexperiment gegenüber, z.B. zu Victor Hugos Krakenbildern, zu Installationen mit Rentieren, Ratten und Goldfischen und zum Personstatus von Gorillas.

Lyrische und künstlerische Beiträge, u. a. über das Ziege- und Hündinwerden von Künstler_innen runden, den Band ab und eröffnen Perspektiven auf einen kreativen Umgang mit Umweltkrisen und Artensterben.

 

Mit Beiträgen von Michael Burton, Mara-Daria Cojocaru, Larissa Deppisch, Nike Dreyer, Felix Eickelbeck, Arianna Ferrari, Andrea Haarer, Stephanie Milling, Michiko Nitta, Maja Smrekar, Carla Swiderski und Thomas Thwaites.

 

Leseprobe

 

Weitere Ausgaben von Tierstudien:

01/2012 – Animalität und Ästhetik

02/2012 – Tiere auf Reisen

03/2013 – Tierliebe

04/2013 – Metamorphosen

05/2014 – Tiere und Tod

06/2014 – Tiere und Raum

07/2015 – Zoo

08/2015 – Wild

09/2016 – Tiere und Unterhaltung

10/2016 – Experiment

11/2017 – Mimesis, Mimikry, Mimese

12/2017 – Tiere und Krieg – Call for Papers